Wie im Märchen…

Es sind kurze Geschichten von wundersamen Begebenheiten, sie verzaubern unsmit Magie und eröffnen uns eine Welt, in welcher fantastische Wesen, böseStiefmütter und gruslige Wölfe leben. Und das Schönste daran ist: Sie entführen unsin eine Welt, in der am Ende wieder alles gut ist!

Die 14. Niederzwehrener Märchentage

So war es auch wieder in diesem Jahr bei den Märchentagen, die vom 19. – 28.September uns die Tore in eine Welt eröffneten, in die wir uns als Kinder allegeträumt haben. Und nicht nur alle Zwehrener haben die Zeit wieder zu einer besonderen werden lassen. Unsere Märchentante Dorothea Viehmann (alias Erika Knauf) lud mit Hans Dinant zuSeniorennachmittagen ein, zwei Märchenerzählabende jeweils mit Jörg Dreismannund Stefan Becker fanden statt, die Dorothea-Viehmann-Schule (DVS) gestalteteeinen Märchenprojekttag und nahmen gemeinsam mit den unteren Klassen derJohann-Amos-Comenius-Schule (JAC) an einem märchenhaften Malwettbewerb teil.Nicht nur bei der AWO, sondern auch bei der Tagespflege Lukaskirche brachten sichErika Knauf und Hans Dinant ein. Sie entführten die Bewohner in eine Welt der(Frosch-)Könige und Spindeln, um mit allen Teilnehmenden nur für ein paar Stunden in die magische Welt einzutauchen. Die ersten vier Tage endeten mit einem märchenhaften Familienfest in der Mendelsohn-Bartholdy-Str. und Wolf Matthäus nahm bei seiner märchenhaftenBaumwanderung die Zwehrenerinnen und Zwehrener mit auf den Pfad im Stadtteil.Wer es also noch nicht wusste, die mysteriösen Baumgeister verschiedener Kulturen haben sich auch im weltbekannten Zipfelchen von „Nochthessn“ niedergelassen.

Schule kann soviel mehr leisten als wir denken!

Die Auftaktveranstaltung für die vielseitige Märchenwoche begann in der Aula derJohann-Amos-Comenius-Schule. Sie stellt nicht nur zum wiederholten Mal ihreRäumlichkeiten zur Verfügung, sondern die Lehrkörper spucken hier keine „hohlenTöne“. Die Kolleg*innen-Band ließ die Bühne der Aula mit Rock und Pop beben!!!Unsere geschätzte „Dorothea Viehmann“ führte durch das Abendprogramm und ließ es sich nicht nehmen, Benjamin Schäfer als Geschäftsführer des Vereins „DeutscheMärchenstraße e.V.“ zu begrüßen. Das Cafeteria-Team der JAC-Schule übertraf sich wieder selbst mit den schmackhaftangerichteten Köstlichkeiten und selbstgemachtem Fingerfood. Das kann das Team mit den Schülerinnen und Schülern unmöglich alleine geschafft haben, da hatten doch die Heinzelmännchen die Finger mit im Spiel – das ist doch sonst gar nicht zu schaffen!!! Nicht nur als Gastgeber kann die integrierte Gesamtschule als eine No. 1 in unserem Stadtteil angesehen werden. Ihr Einsatz und ihr Engagement im Rahmen der Märchentage ist hervorzuheben. Ein im Vorfeld durchgeführter Spendenlauf an derJAC-Schule brachte über 5000€ ein, welche in Form eines Schecks zur Finanzierung der Märchentage übergeben wurde. Danke, für euren immer währenden und stetigen Einsatz! Am letzten Freitag der Märchentage wurden Werke der jungen Künstlerinnen undKünstler beider Schulen erbeten, welche im Rahmen eines Malwettbewerbs begutachtet und prämiert wurden. Die Preisverleihung fand nachmittags in der Ladenstraße vom DEZ statt. Herzlichen Glückwunsch der Schöpferin des schönen Märchens „Tischlein deck Dich“!

Ein breit gefächertes Angebot

Natürlich dürfen wir den Poetry-Slam in der Lukaskirche nicht vergessen. Aber wasist eigentlich ein Poetry-Slam??? Bei einem Slam haben die Künstler*innen einfestgelegtes kleines Zeitfenster, indem sie ihre selbstverfassten Texte (Gedichte,Prosa, Satiren etc.) vortragen können. Wer sich am besten präsentiert (oder dieBranche spricht von „performt“) wird durch Applaus zum Gewinner gekürt! ZweiKasseler Poetinnen sowie vier Nachwuchstalente der Comenius-Schule ließen alle staunen. Am Ende der Märchenzeit fand wieder das Weinfest im Märchenviertel statt, beiwelchem Vereine, Kirche, FÄN u.v.m. mitwirkten. Neben festen und flüssigenkulinarischen Köstlichkeiten spielte das Wetter besonders mit und der Abend klang ineinem lauen Lüftchen am Ufer des Grunnelbachs bei gutem Rebensaft aus.Die Grunnelbachregatta konnte nicht als üblicher Nachmittagspunkt imKinderprogramm angeboten werden, da der Bach letztes Jahr renaturiert worden ist.Aber der Jugendausschuss der TSG um Andrea Schneider hat sich eine tolleAlternative ausgedacht (s. Jugendseite).

Nicht nur Märchen verzaubern…

Wer dachte, dass mit dem Weinfest die Märchentage eigentlich vorbei sind, der hatsich dies Jahr wahrlich geirrt. Denn am Sonntagabend bildete das Konzert derSängerin Sora mit dem Pianisten Lars Gehrmann den krönenden Abschluss derMärchentage. Das Duo riss uns in der Matthäuskirche mit und von den Stühlen. Egalob Evergreens, Filmmusik von Whitney Houston oder Hilde Knefs Rosen-Klassiker,es blieb kein Fuß still. Gemeinsam mit der Sängerin sangen, wippten und schunkelten wir uns durch den Abend. Die Magie der Töne, sie hat uns mitgerissen. Wer daran nicht glaubt, der bleibe einarmer Thor… Nach unendlichen Zugaben und einem nicht enden wollendem Applaus verließen wir alle die Kirche vielleicht mit dem ein oder anderen Ohrwurm im Kopf.

Ein außergewöhnliches Event in Deutschland

Die Töne und Geschichten in unserer Phantasiewelt, sie haben Klein und Groß für 10 Tage wieder beglückt. Aber was mich noch viel mehr fasziniert, ist die Tatsache, dass die Finanzierung eines solchen Großprojektes, welches jedoch für ALLE kostenlos angeboten wurde. Dies betonte auch noch einmal der Schirmherr der Veranstaltung,was Niederzwehren da auf die Beine stellt! Die gern gesehenen, aber optionalenSpenden werden für die Gage der Künstler*innen verwendet. Liebes Märchentage-Team,Lieber Stadtteil-Arbeitskreis, ich kann nur sagen, dass ich wieder begeistert von demProgramm war, was ihr ge- und uns verzaubert habt. DANKE!!!

Eure Nadine

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